Kinderwunschzentrum Altonaer Strasse

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Insemination

Die Samenübertragung in die Gebärmutter stellt eine bewährte Behandlungsmethode beispielsweise bei leichter bis mäßiger Einschränkung im Spermiogramm des Partners dar.

Samenübertragung

Auch wenn zu wenige Spermien im Gebärmutterhalsschleim beispielsweise beim sogenannten Sims-Huhner-Test gefunden werden ist die Insemination eine klassische Therapieform. Dieser Test wird auch Postkoitaltest genannt. Das Sekret aus dem Zervikalkanal wird 8-24 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr entnommen (Angaben schwanken sehr) und unter dem Mikroskop untersucht.

 

Dabei wird bei 400-facher Vergrößerung beurteilt, wie viele bewegliche Spermien pro Gesichtsfeld zu erkennen sind. Der normale Bereich liegt bei ca. 5 Sper­matozoen.
Mit diesem Test kann prinzipiell auf immunologische Faktoren (Antikörperbildung) und in gewisser Weise auch auf hormonelle Faktoren geschlossen werden.

Dieser Test dient nicht zum Nachweis einer sog. Penetrationsstörung der Spermatozoen durch die äußere Eizell­hülle, da hier ein direkter Kontakt mit der Eizelle zur Beurteilung erforderlich wäre.

Schlussendlich geht es bei dem Sims-Huhner-Test um eine sehr wenig detaillierte Analyse, denn es ist schlussendlich nicht eindeutig auf ein weibliches Problem zu schließen, wenn zum Beispiel nur noch wenige Spermien motil sind. wenn man prüfen will, ob die Spermien den Gebärmutterhalsschleim (Zervixschleim) durchdringen können.

World Health Organization (WHO)
Laborhandbuch zur Untersuchung des menschlichen Ejakulates und der Spermien-Zervikalschleim-Interaktion.
Springer-Verlag, Berlin Heidelberg New York (1993)

Spermaaufbereitung

 

Bei der Insemination werden nach Aufbereitung der Samenflüssigkeit (Dauer etwa 1 Stunde) die Spermien in konzentrierter Form in Nährlösung mit einem dünnen Katheter zum Zeitpunkt des Eisprungs direkt in die Gebärmutter gebracht.

 

Für den Erfolg einer Insemination braucht man eine Mindestanzahl beweglicher Spermien. Um die Befruchtungschancen zu erhöhen, wird die Eireifung in der Regel durch Hormone unterstützt.
Die durchschnittlichen Erfolgsraten liegen bei ca. 10 % pro Behandlungszyklus.
 

SSR Alter Frau

Diese Ergebnisse stammen aus einem Bericht des „Arbeitskreises konservative Fertilitätstherapie“ auf dem XXV. Jahrestreffen der Deutschen IVF Zentren 11/11 in Münster. Dazu wurden 124.669 Inseminationszyklen (IUI = intrauterine Insemination) an 63 deutschen Kinderwunschzentren in der Zeit von 12/96 bis 09/11ausgewertet.

Wiederholt man diese Behandlung mehrfach, steigt die sogenannte „kumulative Schwangerschaftsrate“ entsprechend an.

Kumulative SSR

 

Nach 5 Inseminationen sind somit 25 % der Paare schwanger geworden.

Die Spermienbeweglichkeit hat hier ebenfalls einen entsprechenden Einfluß.

 

SSR Spermienmotilität

 

Wird hier auch auf internationale Zahlen geschaut ist erkennbar, dass die sogenannte homologe Insemination, also die Behandlung mit dem Samen des Partner/Ehemannes (AIH = artificial insemination husband) in über 30 Ländern Europas durchschnittlich eine Schwangerschaftsrate von 12,4% bei Frauen unter 40 Jahren aufweist. Dies sind Ergebnisse aus dem Jahr 2011, die Prof. Kupka als Leiter des europäischen IVF-Registers 2014 auf der Jahrestagung der europäischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (ESHRE) in München vorstellte.

ESHRE 2011


Der Bericht aus dem Jahr 2010 zeigt ähnliche Ergebnisse (Download > Patienteninformation Insemination PDF).

Assisted reproductive technology in Europe, 2010: results generated from European registers by ESHRE.
Kupka MS, Ferraretti AP, Goossens V, Bhattacharya S, de Mouzon J, Castilla JA, Erb K, Korsak V, Nyboe Andersen A;
Hum Reprod. 2014 Oct 10;29(10):2099-113